Information zum Mandolinenunterricht  

  

 

 

Die Mandoline gehört zu den Zupfinstrumenten und stammt von der Lautenfamilie ab.

Sie hat 4 Doppelsaiten und ist - wie die Geige - in Quinten gestimmt: g d’ a’ e’’, die mit einem Plektrum - oder auch Plättchen genannt - angeschlagen werden. Die Mandoline ist vorwiegend ein Melodieinstrument.

Die Mandoline ist in unserem Raum ein in der Öffentlichkeit weitgehend unbekanntes Instrument und eher als Volksinstrument geläufig.

Ihre klanglichen und musikalischen Möglichkeiten sind aber weitaus umfangreicher und vielfältiger, wie auch die Geschichte der Mandoline zeigt. Bereits im 17. Jahrhundert gab es verschiedene Mandolinentypen in der Lautenbauweise. So schrieb bzw. Antonio Vivaldi Konzerte und Sonaten für die sog. „Mailänder Mandoline“. Die heute gebräuchliche „Neapolitanische Mandoline“ erlebte ihre klassische Hochblüte im 18. Jahrhundert. Das kammermusikalische Schaffen für die Mandoline in dieser Zeit ist sehr reichhaltig. Zahlreiche Werke in verschiedenster Besetzung sind erhalten. Neben vielen Kleinmeistern schrieben auch W. A. Mozart, L. v. Beethoven und J. N. Hummel Werke für Mandoline. Im 18. Jahrhundert entstanden auch zahlreiche Schulwerke, die eine Spielweise mit Einzeltonanschlag (Melodiespiel) und zahlreichen kunstvollen Anschlagstechniken (Arpeggien) lehrten.

Das heute landläufig mit dem Mandolinenklang verbundene Tremolo war zu dieser Zeit nicht gebräuchlich und setzte sich erst später in der Romantik als Hauptspieltechnik durch. Im 20. Jahrhundert erlebt die Mandoline eine Renaissance, bedingt einmal durch eine umfangreiche musikwissenschaftliche Forschung (es wurden und werden alte Werke wieder entdeckt); zum anderen hält die Mandoline verstärkt Einzug in die Neue Musik.

Im heutigen modernen Mandolinenunterricht wird großen Wert auf stilgerechte Interpretationen gelegt; d. h. es werden sowohl klassische als auch moderne Spieltechniken gelehrt. Die Mandoline findet ihren Einsatz sowohl im kammermusikalischen Bereich im Zusammenspiel beispielsweise mit Gitarre oder Klavier, im Ensemble, im Zupfquartett und auch im Zupforchester.

Die Mandoline eignet sich sehr gut für den frühen Instrumentalunterricht. Bereits Kinder ab 5 bis 6 Jahren können mit dem Unterricht beginnen. Zum einen ist das Instrument von der Größe her gut geeignet auch für kleine Kinder, zum anderen lassen sich schon bald hörbare Erfolgserlebnisse erzielen; denn Kinder können schon nach relativ kurzer Unterrichtszeit einfache Melodien (auf einer Saite) mit einem befriedigenden Klangergebnis spielen.

Umfangreiche Informationen zur Mandoline finden Sie auch unter folgendem Link: www.mandoline.de.

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