Leckereien für Ohren und Gaumen
| Einen
musikalisch-kulinarischen Schlemmerhappen bot das Zupforchester Essingen
bei seinem Konzert unter dem Motto „Fiesta Latina” am Samstagabend
in der Essinger Dalberghalle vor nahezu ausverkauftem Haus. Um es vorweg
zu sagen: Die rund 30 Akteure sorgten unter der musikalischen
Gesamtleitung von Denise Wambsganß dafür, dass das vom Moderator
Thomas Mann versprochene „Feuerwerk an lateinamerikanischen
Rhythmen” Realität wurde.
In mehr als zehn Kompositionen zu einem großen Teil aus der Feder zeitgenössischer Komponisten leuchtete das Zupforchester, das von den Solisten Günther J. Schmitz (Flöte), Christian Zimmermann (Percussion), Ralf Bethke (Akkordeon) und Stefan Burkhardt (Kontrabass) virtuos unterstützt wurde, die unterschiedlichen Temperamente lateinamerikanischer Musik aus. Und dass die von feurig bis melancholisch reichen, zeigte sich bereits bei den ersten drei Darbietungen, der „Rumba” aus der Feder von Dieter Kreidler sowie dem venezolanischen Walzer „Yurubi” und dem tänzerisch-verspielten „La Danza del Tamunanque”, beide von José Antonio Zambrano. |
Das Programm bot auch
bekannte Gassenhauer: beispielsweise „The Girl From Ipanema”
(Antonio Carlos Jobim) oder „Tico Tico” (Zequinha Abreu). Von
Melodien, die die Spatzen von Dächern pfeifen, war auch das „Latin
Medley” (Alberto Dominguez) gespickt.
Abnutzungserscheinungen sind beim Zupforchester kein Thema, die Stücke wirken taufrisch und werden sowohl in Sachen Melodieführung als auch Rhythmik und Dynamik mit einem hohen Maß an Disziplin und Spielfreude dargeboten. Virtuosität ist Trumpf, scheint die Devise, und die Rechnung geht auf. Die einzelnen Register sind bestens aufeinander abgestimmt, die Solisten bringen sich passgenau ins klangliche Gesamtbild ein. Dass das Zupforchester auch im Septett funktioniert, zeigte sich nach der Pause bei „Diágolo” von Domingo Moret. Wer auf Werke von Astor Piazzolla gespannt war, kam ebenfalls auf seine Kosten: Mit „Canto de Octubre” und „Oblivion” huldigte das Orchester dem Großmeister des Tango Nuevo. Einen klassischen Tango gaben die Akteure bei „A Media Luz” (Edgardo Donato) zum Besten. |
Als der Schlussakkord der
Zugabe verklang, ging ein Konzertabend zu Ende, in dem die Akteure nicht
nur eine Lanze für lateinamerikanische Kompositionen, sondern auch für
Saiteninstrumente brachen. Musik des Zupforchesters wurde zudem auf CD
angeboten: So war ein Mitschnitt des Konzerts vom vergangenen Jahr, bei
dem unter dem Motto „Begegnung mit Japan” Mitglieder des Tokyo
Zupfensembles mitwirkten, zu bekommen. Die befreundeten Musiker aus
Japan seien alle wohlauf, versicherte Thomas Mann dem Publikum vor dem
Hintergrund der Katastrophe in Fukushima und kündigte an, dass 2 Euro
pro verkaufter CD nach Japan gehen sollen.
Lateinamerikanisches für den Gaumen kredenzte Elfi Leiser (Bad Bergzabern) mit einem passenden Buffet. Das Konzept des musikalisch-kulinarischen Angebots scheint auf Gegenliebe zu stoßen, denn das Konzert mit dem Zupforchester am Samstagabend war inzwischen das fünfte seiner Art, wie bei Mann zu erfahren war. In den Vorjahren hatte man sich Musik und Gaumenfreuden unter anderem aus Spanien, Italien und Japan gewidmet, ein Motto fürs nächste Jahr sei in Sicht - genaueres wollte Mann noch nicht preisgeben. |
Berichte zum "Japan-Konzert" 2010:
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| BAD Dürkheim.
Schade, dass das Sonntagnachmittagswetter nicht warm un beständig
genug war, um die „Reise in den Osten' des Zupforchesters Essingen im
Innenhof des Hauses Catoir möglich zu machen. So fand das interessante
Konzert im Saal statt, der zwar ein weniger stilvolles Ambiente bot, dafür
aber eine gute Akustik für all die feinen Instrumentalklangfarben
bereithielt. So hielt sich das Bedauern der Zuhörer in Grenzen. Leider
waren es nicht so viele Besucher, wie es das ambitionierte
Konzertprogramm eigentlich verdient hatte, doch wer gekommen war, wurde
vollauf zufrieden gestellt.
Zu Wirtschaftswunderzeiten war die Mandoline Inbegriff der Klangfarbe Italiens, von Bella Napoli bis Santa Lucia, von Sehnsüchten nach Urlaub, Strand und Meer und schönen, glutäugigen Menschen. Oder sie war der ähnlichen Klangfarbe der Balalaika und der tiefen Melancholie der russischen Seele verpflichtet. Folgerichtig führte die „Reise" des Zupforchesters Essingen zuerst nach Russland. Doch die Leiterin Denise Wambsganß und ihr Orchester bedienten kein gängiges Folkloreklischee, vielmehr warteten die Musiker mit anspruchsvollen Originalen und Adaptionen auf, die in bemerkenswert hoher Instrumentalqualität präsentiert wurden. Wambsganß, die das Ensemble seit 1999 leitet, ist selbst eine renommierte und weit gereiste Mandolinenkünstlerin. Mit Dmitrij Schostakowitschs bekannter Melodie, dem „Walzer Nr. 2 aus der Suite |
Nr. 2 für Jazz-Orchester'
wurde dem Publikum Zeit für das Einhören in diese ganz speziellen
Klangfarben gewährt, ein malerischer Ohrwurm. Bereits mit dem folgenden
Titel „Russians' des Popmusikers „Sting' und auf einem Thema von
Sergej Prokofjev basierend, verließen die Akteure das vertraute Terrain
wieder. Die Mandolinistin Marion Klag setzte dabei melodiös-
musikalische Akzente, das Zupforchester pulsierte im Hintergrund.
Bereits hier deutete sich ein Konzert des zarten Klanges und von gekonnt
gelebter Detailfreude an. Eine sinnfällige Dynamik erfreute die Zuhörer,
die Tempozurückführung der Dirigentin wurde vom Orchester hier noch zögerlich
umgesetzt.
Davon konnte beim „Unforgettable" des EstenTönu Körvits dann schon keine Rede mehr sein. Wunderschöne, großrahmige Dynamikmomente wechselten mit in Feinheit und Grazie gezeichneten Melodietupfen, die wie feine, aber springlebendige Regentropfen in das Bewusstsein des Hörers rieselten. Das i-Tüpfelchen war die Triangel zum Schluss. Mucksmäuschenstill verfolgte das Publikum anschließend den Solovortrag des 17-jährigen Christoph Weis, „Jugend musiziert"-Landespreisträger von 2009. Seine sensibel-flexiblen Finger gestalteten die schwierigen Griffe des „Notturno-Cielo stellato op. 186" für Mandoline solo von Raffaele Calace scheinbar mühelos. Der Mandolinist, Instrumentenbauer und Komponist Calace war es auch, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Liebe zur |
Mandolinenkunst zu Kaiser
und Volk von Japan trug, die zugleich ein großes Interesse für europäische,
romantische Musikliteratur hegten. Bevor im zweiten Konzertteil die
Reise noch weiter in den Fernen Osten ging, erklang noch die „Elegie'
von Peter Tschaikowsky, die einen reizvollen Kontrast zwischen warm
pulsierenden Gitarren und flirrend klagenden Mandolinen bot. Herrliche
Spannungsbögen, vielschichtige Klangkonstrukte und unglaubliche Präzision
der Spielharmonie entzückten das Auditorium.
Takashi Yuasas „Die über das Meer kamen' überzeugte im orchestralen Habitus und durch signifikante Phrasierungsenden und überaus träumerische, betörende Klangfarben. Beglückende, musikalische Strukturen, sauber und mit perfektem Geschmacksinn zelebriert, kennzeichneten „In den Regenbogen' von Goshi Yoshida. Die rhythmisch farbige, sehr japanische Thematik im „Thema von der Heimreise' von Hiro Fujikake gefiel ganz besonders, während der „Angel Chorus' eher europäische Anklänge hatte, die aber herausragend in der Agogik und der Verschmelzung der Orchesterteile zum Leuchten kamen. Yasuo Kuwaharas „Song of Japanese Autumn' bildete den krönenden Abschluss. Die wunderbar bildhaften, lautmalerischen Harmonien und die großartigen, erregenden Tempi- und Rhythmenwechsel, zudem geadelt durch ein Mandolinensolo von Marion Klag und ein Gitarrensolo von Christoph Bornschein, setzten einen grandiosen Schlusspunkt. Zudem durfte das dankbar applaudierende Publikum noch das „Poéme" von Fibich als Zugabe genießen. |
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In seinem Jahreskonzert nahm das Zupforchester Essingen in der Dalberghalle 250 Freunde der Zupfmusik aus nah und fern mit auf eine musikalische und kulinarische Reise durch Nord- und Osteuropa. Wer immer noch dachte, Mandolinenklänge seien ein Relikt der „Wandervogel"-Bewegung und der Begleitung von Volksliedern vorbehalten, der wurde eines Besseren belehrt. In dem abwechslungsreichen Programm kamen unter anderem Schostakowitsch, Tschaikowski und John Williams zu Gehör. Nachdem Thomas Mann den jeweiligen Titel mit informativem Hintergrundwissen oder geschichtlichen Details zur Entstehung oder zu dem Komponisten angesagt hatte, taten die Zuhörer das Beste, sich zurückzulehnen, die Augen zu schließen und die Zupfmusik in all ihren Varianten zu genießen. Rasant, mit ungarischem Feuer und fliegenden Fingern bewies Orchesterleiterin Denise Wambsganß ihr herausragendes Talent als Konzert-Mandolinistin. In akribisch präziser Kleinarbeit zeigte sie technisch virtuoses Können und entlockte |
ihrem Instrument einen ausdrucksstarken Klangzauber, der die Zuhörer faszinierte. Als ehemalige Bundessiegerin von „Jugend musiziert" unterrichtet sie an der Musikschule Kandel und an der städtischen Musikschule Ettlingen Kinder und Jugendliche, die erfolgreich ihrem Vorbild folgen. Ebenso wie die 20 Mitglieder des Zupforchesters zwischen 14 und 80 Jahren, die unter der engagierten Leitung der Dirigentin auf Mandolinen, Mandolas, Gitarren und als Gast Stefan Burkhardt am Kontrabass, der die Basis legte, die präzisen Anweisungen in exakt gleichförmigen Rhythmen umsetzten und dynamisch weite Spannungsbögen zogen. Präzision und Ausdauer im Orchester unterstrichen das virtuose Geigenspiel der in Frankreich geborenen Ausnahmegeigerin Jaleh Perego im „Perpetuum Mobile" des jungen Komponisten Urmas Sisask. Im Song von Sting „Russians" tickte die Atomuhr hinter der Violinmelodie, im Titelthema aus dem Film „Schindlers Liste" seufzte die Seele der 26-jährigen preisgekrönten Violinstudentin an der Musikhochschule Karlsruhe in den Tönen und rührte nicht wenige Zuhörer zu Tränen. |
Bewegt ließ Dimitri Schostakowitschs „Walzer Nr. 2" Füße und Schultern wippen, während das „Herbstlaub" in St. Petersburg vor dem dunklen kalten Winter wehmütigden hellen Sommer in St. Petersburg verabschiedet. In der stimmungsvollen Komposition von Alexander Ivanov glänzte der Moderator zusammen mit Marion Klag solistisch auf der Mandoline. Feine dynamische Ausprägung kennzeichnete die Interpretation eines Sonnenaufgangs in Estland: „Unforgettable" von Tönu Körvitis. Ewige Ruhe und getragene Trauer verströmten die leisen Töne in der „Elegie" zum Gedenken an einen Freund von Peter Tschaikowski. Putzmunter und vergnügt blickte Ralf Bethke als zweiter Gastsolist mit seinem Akkordeon volkstümlich in „Schwarze Augen". Nach der musikalischen Reise und zwei erklatschten Zugaben entführten kulinarische Spezialitäten die Gäste des Zupforchesters nach Nord- und Osteuropa. Ungarisches Kesselgulasch, griechischer Hirtenbraten, „Boeuf Stroganoff" und der berühmte russischen Borschtsch - eine eintopfähnliche Weißkrautsuppe mit Rote Beete, die Elfi Leiser auf die Speisekarte gesetzt hatte, ließen den Abend gelungen ausklingen. |
„Serenata Italiana Grandioso“ mit dem Zupforchester Essingen
Ein Abend der Superlative in Essingen (31.05.08)
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Veranstaltet vom Zupforchester Essingen unter der musikalischen Gesamtleitung von Denise Wambsganß und unter Mitwirkung des Neustadter Tenors Thomas Jakobs durften mehr als 200 Gäste in der Dalberghalle in Essingen am vergangenen Samstag einen Abend der Superlative erleben. Mehr als 200 Gäste waren der Einladung zu einer musikalischen und kulinarischen Reise durch Italien gefolgt und konnten beim Einlass im Foyer mit einem Glas Secco und kleinen italienischen Bruschetta-Häppchen begrüßt werden. Punkt 20 Uhr marschierte das Orchester ein, nahm auf der Bühne Platz und als die Dirigentin Denise Wambsganß den Einsatz gab, legte sich erwartungsvolle Stille über den Saal. Und alle Erwartungen wurden weit übertroffen, was da im Verlauf des Abends geboten wurde. Schon bei den ersten Takten ließ das 19-köpfige Ensemble sein hohes musikalisches Niveau erkennen und präsentierte sich auch im weiteren Verlauf des Abends in bester Spiellaune. Mit bestechender Präzision, herausragender dynamischer und rhythmischer Differenziertheit gab das Orchester eine bemerkenswerte Visitenkarte ab, wobei sich in den musikalisch bis ins kleinste Detail ausgefeilten Interpretationen die Handschrift der Dirigentin Denise Wambsganß zeigte. Auf Mandolinen, Mandolen, Gitarren und Kontrabass wurde die ganze Bandbreite der musikalischen Möglichkeiten eines solchen |
Instrumentariums aufgezeigt, so z. B. das "Adagio" aus dem Oboenkonzert d-Moll von Alessandro Marcello in einer Bearbeitung für Gitarre solo und Zupforchester. Meisterhaft spielte Manuela Schur hier die Sologitarre. Viele Zuschauer schlossen die Augen, um sich ganz auf diesen Kunstgenuss konzentrieren zu können. Höhepunkt vor der Pause war ohne Zweifel die "Godfather Suite" von Nino Rota aus dem Film „Der Pate“. Hierzu tarnte sich das gesamte Orchester, als die Dirigentin Denise Wambsganß mit schwarzer Paten-Sonnenbrille ihr Pult ansteuerte, ebenfalls mit Mafioso-Brillen - ein gelungener Gag, den das Publikum mit Lachen und Applaus quittierte. Und dann kam Er! Er, das ist Thomas Jakobs, ein junger Tenor - ein wirklicher „Master of Voice“ -, mit einer wunderbaren kräftigen, aber dennoch weichen Stimme. Vom ersten Ton an zog er das Publikum in seinen Bann. Beeindruckend und wunderbar gefühlvoll begann er seinen Auftritt mit der "Canzonetta" aus der Mozart-Oper Don Giovanni, in der Denise Wambsganß die Solomandoline des berühmten Ständchens spielte, zart begleitet von einem Quintett aus den Reihen des Orchesters. Wahre Beifallsstürme erntete Thomas Jakobs für seine weiteren Gesangsvorträge "O sole mio", "Torna a Surriento" bis hin zum fulminanten "Funiculi - Funicula", wobei das Orchester auch im Zusammenspiel mit dem Sänger erneut seine Anpassungsfähigkeit und Ausdrucksstärke bewies. |
Nach einem letzten furiosen Orchesterstück von Giaccomo Sartori „Armonie alpine“ erzwang sich das restlos begeisterte Publikum als Zugabe noch einmal "Funiculi - Funicula" zusammen mit Thomas Jakobs. Der nicht enden wollende Riesenschlussapplaus verebbte erst, als Thomas Mann, der in sehr kurzweiliger Art ebenso meisterhaft durch das Programm führte wie er die Mandoline beherrscht, die Türen zum anschließenden Buffet öffnen ließ. Nach diesem grandiosen Konzert bot sich den Gästen ein grandios vorbereitetes „Italienisches Buffet“ mit allem, was dazu gehört – von Pasta bis Tiramisu -, ebenso meisterlich zubereitet von Elfie Leiser aus Bad Bergzabern. Zitat eines Konzertbesuchers: „Traumhaft! Das einzig richtige Wort, das diesen Abend auch nur annähernd beschreiben kann.“
Info: Im Zupforchester Essingen würde man sich über weitere Mitspieler freuen. Interessenten, die über eine gewisse Grundausbildung auf der Mandoline oder Gitarre verfügen oder diese Instrumente erlernen möchten, können sich unter 06347/1204 bei der 1. Vorsitzenden Elke Wambsganß informieren. |
„Spanisches für alle Sinne“
02. Juni 2007
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Zahlreiche Besucher waren der Einladung des Essinger Zupforchesters unter dem Motto „Spanische Impressionen... ... Genuss für alle Sinne“ in die Dalberghalle anlässlich des 50-jährigen Orchesterjubiläums gefolgt. (Siehe Bildergalerie) Für spanisches Ambiente war in jeder Beziehung gesorgt: Vom Empfang mit spanischem Sekt und Tapas, über ein spanisch-inspiriertes Konzertprogramm bis hin zu einem reichhaltigen Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten von der Iberischen Halbinsel und guten Weinen stand dieser gelungene Abend ganz im Zeichen des Genusses. Auch die liebevoll gestaltete Dekoration mit Zitronen, Limetten und mediterranen Kräutern, Palmen, Oleanderbüschen und Marktschirmen verbreitete gleichfalls südländisches Flair. So eingestimmt und mit Sekt und Tapas gestärkt, konnten sich die Gäste den spanischen Klängen im Konzertteil des Abends widmen. Die Dirigentin Denise Wambsganß hatte ein Programm zusammengestellt, bei dem natürlich Werke namhafter spanischer Komponisten im Mittelpunkt standen. In |
einem ca. ½-stündigen Konzert - charmant und
informativ moderiert von Carmen Raupp und Thomas Mann - präsentierte sich das
Zupforchester Essingen seinem überaus aufmerksamen Publikum in bester
Spiellaune und auf musikalisch hohem Niveau. Mit enormer Ausdrucksstärke und
Intensität wusste das 18-köpfige Ensemble unter der Hand von Denise Wambsganß
die spanische Musik mit der ihr eigenen Klangsprache wiederzugeben, teils voller
Lebensfreude sprühend, teils melancholisch, teils mit arabischen Anklängen.
Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so regelrecht verzaubert
lauschten die ca. 250 Zuhörer den Klängen der Zupfinstrumente.
Wie ein roter Faden zog sich spanische Mentalität durch die einzelnen Programm- punkte. Sei es mit „Granada“, in dem Isaac Albéniz in lyrischem Ton seine Eindrücke der südländischen Stadt und ihrer Landschaft beschreibt, gefolgt von einer tänzerisch-leichten „Villanesca“ von Enrique Granados, oder in der auf traditionelles Liedgut zurückgehenden „Andalusischen Romanze“ nach Fernando Sor. Eindrucksvoll vorgestellt wurde das in Spanien beliebteste Instrument, die Gitarre, im Quartett von Christoph |
Bornschein, Frieder Wambsganß, Andrea Stiefel und Manuela Schur mit dem rhythmisch fesselnden „Lotus Eaters“ von Andrew York. Zu den wohl bekanntesten Kompositionen von Isaac Albéniz zählt „Asturias“ - im Original für Klavier komponiert -, in dem er die Gegensätze des nordspanischen Landstriches Asturien einfängt. Weitere „Spanische Impressionen“ von Siegfried Behrend wurden von Manuela Schur als Sologitarristin virtuos und feinfühlig dargeboten. Erneut bewies die Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ ausgezeichnetes technisches und musikalisches Können auf der Gitarre, die auch bei diesem Stück im Vordergrund stand, hochkonzentriert und einfühlsam begleitet vom Orchester. Den Abschluss des offiziellen Konzertprogramms bildete das romantische, gefühlvoll und schwelgerisch tremolierte „Recuerdos de la Alhambra“ von Francisco Tarrega. Nach zwei folkloristischen Zugaben, die die Zuhörer begeistert forderten, konnten sich die Gäste und die Musiker den spanischen Spezialitäten am Buffet widmen und den Abend gemütlich verklingen lassen. |
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Das Orchester war der Star, in seinem Abglanz sonnte sich ein illustres Publikum. So geschehen am sonst noch trüben Sonntag bei der Jubiläums-Matinée zum 50-jährigen Bestehen des Zupforchesters Essingen in der dortigen protestantischen Kirche. Die Saitenspieler wurden in Anwesenheit zahlreicher Gratulanten ihrem guten Ruf gerecht. Was durch ausgereifte Interpretation einer anspruchsvollen Konzertliteratur belegt wurde. Pachelbel (1653- 1706) hätte sich gefreut , hätte er seinen eingangs dargebotenen Kanon so fließend-friedvoll und zugleich feierlich vernommen, wie ihn das Ensemble aus einem Guss zu interpretieren wusste. Die Kunst der leisen, gefühlvollen Töne, die das mehrere Generationen übergreifende, aber durchaus junge Orchester sehr schön darbot, erschloss sich dem aufmerksamen Publikum unmittelbar. Die Frau am Pult, Denis Wambsganß, bewies mit präzisen, zugleich aber auch fordernden Taktstock-Einsatz, wie viel Farbe und Einklang einem Liebhaber-Klangkörper abzugewinnen ist. Es folgten virtuose Werke von Zeitgenossen, die belegen, welch gute Entwicklung die Kunst der Zupfmusik weltweit durch die Einflüsse unterschiedlicher musikalischer Strömungen genommen hat. Claudio Mandonicos „Music for Play" mag hier als exemplarisch gelten, verbindet es doch vertraute Klangbilder mit modernen Rhythmen und anspruchsvoller Dynamik. Ein Quartett, bestehend aus Christoph Bornschein, Frieder Wambsganß, Manuela Schur und Andrea Stiefel ging bei Andrew Yorks „Lotus Eaters" (Tagträume) lebhaft aufeinander ein und entwickelte ein lebendiges „musikalisches Gespräch". Die „Spanischen Impressionen" des legendären Siegfried Behrend für Sologitarre und Zupforchester fehlten nicht. Ein Feuerwerk voller Anklänge an die feurigen und zugleich schwermütigen Tänze und Volksmusiken, an Menschen, Landschaften, Sonne, Meer und Wind Iberiens, wurde von der jungen Künstlerin Manuela Schur |
und „ihrem" Orchester ausdrucksstark zu Herzen und Gehör gebracht. Das Lied vom Japanischen Herbst (Song of Japanese Autumn) von Yasuo Kawahara war gleichsam eine überaus melodiöse hymnische Schilderung der Schönheiten Nippons. Das Publikum erzwang zwei Zugaben, darunter ein rhythmisches Stück Leroy Andersons. Landrätin Theresia Riedmaier erinnerte an die Gründungszeit vor 5o Jahren, die eine Blütezeit der Musik und des Gesangs gewesen sei. Das Zupforchester sei heute ein weithin bekanntes Ensemble, das dank intensiver Nachwuchsförderung und generationenübergreifender Zusammensetzung nicht nur aktiv geblieben sei, sondern auch ständig daran arbeite, besser zu werden. Von der Sparkasse, brachte sie „Noten für Noten" mit. Verbandsgemeinde-Bürgermeister Axel Wassyl legte eine Note hinzu und würdigte die Zupfmusiker als eindrucksvolles Ensemble mit Spitzenniveau, das nicht nur die kulturelle Vielfalt sehr bereichere, sondern auch ein guter Botschafter der Gemeinde sei. Ortsbürgermeister Hartmut Doppler erinnerte an den Ursprung als Gitarrengruppe im Arbeiterbildungsverein und die Entwicklung zum heutigen Spitzenorchester. Er sei stolz auf „unser" Orchester, das mit der EU und dem Heimatort sein Jubiläum feiern dürfe. Gute Noten verteilte auch der Landesvorsitzende der Zupfmusiker, Wolfgang Dais, der nicht nur die Vorsitzende Elke Wambsganß, sondern auch Thomas Mann für 25 Jahre Mitgliedschaft mit der silbernen Ehrennadel des Verbands auszeichnete. Letzterer hatte - seinem großen Namen gerecht werdend - mit literarischer Qualität bündig, aber informativ das Programm moderiert. Dais überreichte eine Urkunde zum Jubiläum und erinnerte daran, dass das Führungsgremium seines Verbands zugleich im Essinger Rathaus tage. Der gastgebende Pfarrer hatte eingangs daran erinnert, dass in Engelsdarstellungen die himmlischen Heere oft mit Mandolinen dargestellt seien und damit vom Sinnlichen zum Übersinnlichen wiesen. Ganz irdisch lud der Arbeiterbildungsverein die Musiker zum Umtrunk ein. (aup) |
Die Rheinpfalz vom 28.03.06
Frühlingsboten
Virtuos: Zupforchester Essingen in Kandel
Rheinpfalz v. 16.06.05
SCHÖNE SERENADE
Essinger Zupforchester spielt
Badische Neueste Nachrichten v. 29. Juni 2004
Ausverkaufter Schlosshof in Ettlingen (fast 1000 Zuhörer)
Mandolinen erster Klasse - Orchester aus ganz Baden-Württemberg im Schlosshof
Rheinpfalz v. 25.06.03 (Wettbewerb "Jugend musiziert")
Tabea Förster erfolgreich
ESSINGEN. Nach erfolgter Qualifikation durch jeweils erste Preise auf Regional- und Landesebene kann die 14-jährige Tabea Förster aus Maximiliansau beim Wettbewerb "Jugend musiziert" einen weiteren Erfolg nun auch auf Bundesebene für sich verbuchen. In der Wertung Mandoline solo trat sie in Weimar in der Altersgruppe drei zur Endrunde an. Mit 20 Punkten und einem dritten Preis bewertete die Jury die herausragende Leistung ihres Vortrages.
Begleitet auf der Gitarre wurde sie dabei von Manuela Schur, aktives Mitglied im Zupforchester Essingen, die dafür gleichfalls in der Altersgruppe VI mit einem Begleiterpreis bedacht wurde. Förster spielt aktiv im Zupforchester Maximiliansau und in der "Mandolinata Karlsruhe" mit. (red)
DIE RHEINPFALZ vom 21.03.2002
ZUPFORCHESTER ZIEHT ALLE REGISTER
Essinger Ensemble überzeugt mit virtuosem Spiel und Überraschungseffekten
Wer am Samstag die protestantische Kirche in Essingen besuchte, den erwartete ein Konzert der besonderen Art. Denise Wambsganß – in unserer Region keine Unbekannte mehr, auch im Ausland war sie zu erleben – gab mit dem Zupforchester Essingen ein Debut in ihrem Heimatort. Man erlebte die professionelle Mandolinistin an diesem Abend ausschließlich als Dirigentin. Mit präziser Schlagtechnik, klaren Anweisungen und enorm suggestiver Kraft führe sie ihre Musiker sicher und scheinbar mühelos auch durch schwierige Passagen.
Dem Concerto Comique Nr. 24 von Michel Corette verlieh die Querflöte zur Unterstützung der gezupften Klänge gewissen Charme und unterstrich die Liedhaftigkeit des dritten Satzes.
Etwas fremdartig mutete zunächst das Adagio aus dem Concerto BWV 1060 von Johann Sebastian Bach an – im Original für zwei Cembali, Streicher und Basso continuo komponiert – doch nach längerem Hinhören konnte man sich durchaus mit der Bearbeitung für zwei Mandolinen, zwei Gitarren und Zupforchester anfreunden.
Marion Rehers und Miriam Sinn, Mandoline, und Manuela Schur und Doris Böhler, Gitarre, gaben mit ruhiger und gleichmäßiger Linienführung den Bachschen Stil adäquat wieder. Durch unterschiedliche Akzentuierung machte das Orchester in der Sonata VI à grand Orchestre von Valentin Roeser die klare Struktur des Werkes durchschaubar, besonders in den Kantilenen des zweiten Satzes. Im tänzerischen Finale sorgten Gitarren und Kontrabass für ein angemessenes Klangfundament.
Mit virtuosem Spiel und Überraschungseffekten in der dynamischen Gestaltung überzeugte das Ensemble mit dem Allegro molto aus Gossecs Symphonie VI en Quator. Fernöstliches Flair beinhaltete die Originalkomposition von Yasuo Kuwahara. Hier wechselten wehmütige, meditative Abschnitte mit unruhig aufbrausenden, gestalteten sich Melodien zum Dialog, was dem Hörer reichlich Möglichkeit zu verschiedenen Assoziationen bot.
Die Musiker trugen gefühlvoll, doch nicht sentimental Czardas „Milena“ vor. Mit gebotener Zurückhaltung begleiteten Gitarren und Kontrabass die stimmungsvollen Melodien der Mandolinen. Das Orchester bedankte sich für den lang anhaltenden Beifall mit zwei Zugaben, in denen es noch einmal alle Register seines Könnens zog.
DIE RHEINPFALZ vom 07.
März 2001
Zupforchester
führt durch verschiedene Epochen
-
GLEISWEILER/ESSINGEN: Viel Applaus für Konzert im Kurpfälzischen Zehnthof
geerntet
}
Welche Möglichkeiten der Interpretation von Kompositionen
verschiedener Epochen ein reines Zupfensemble aus den Instrumenten heraus holen
kann, zeigte das Essinger Zupforchester, das am Sonntag im Kurpfälzischen
Zehnthof in Gleisweiler zum dritten Mal auftrat. Mit Mandolinen, Mandolen und
Gitarren, ergänzt durch einen Kontrabass, boten die 18 Mitwirkenden Werke vom
Frühbarock bis zur romantischen Moderne in imponierend lebendigem Spiel.
Geleitet wird das Orchester von
Diplom-Musiklehrerin Denise Wambsganß, die eine international gefragte
Konzertmandolinistin ist und ihr Können an das aus Mitgliedern aller
Altersstufen bestehende Essinger Ensemble weitergibt. Die meisten Musikerinnen
und Musiker haben durch den Unterricht und die intensive Probenarbeit bereits
Preise bei „Jugend musiziert“ auf Landes- und Bundesebene errungen.
Wer meint, dass ein „nur gezupftes“ Konzert
eine langweilige Sache sein müsse, wurde rasch eines Besseren belehrt.
Beginnend mit vier Sätzen aus „Fantasie overo canzoni alla francese“ des
Altmeisters Andriano Banchieri, für die Besetzung mit Zupfinstrumenten
bearbeitet, zeigten die Essinger ein fast makelloses Zusammenspiel. Die
kanonischen Einsätze entfalteten sich dynamisch und graziös mit Echoeffekten,
Verzierungen und Dialogen in sauberem Spiel, wobei der Kontrabass seinen warmen
Ton gut zur Geltung brachte.
Interessant war auch die Deutung der drei Sätze
der Sinfonia d-Moll des zweitjüngsten Bach-Sohnes Johann Christoph Friedrich.
Die zierlichen Figurationen wurden trotz raschen Tempi fein herausgearbeitet.
Die Steigerungen zwischen Piano und Forte kamen logisch und klar, vor allem im
einschmeichelnden Andante amoroso.
Als Solistin profilierte sich die Gitarristin
Manuela Schur bei dem „Concertino A-Dur“ von Ferdinando Carulli.
Musikantisch und virtuos zupfte sie ihre Soli zum ausgewogenen Spiel des
Ensembles. Nach einem reizenden Allegro molto aus der „Symphonie VI en Quator“
von François-Joseph Gossec deuteten die Essinger eine „Elegie“ von Peter
Tschaikowsky im typischen Stil der Mandolinen und Balalaikas mit schnellen
Wiederholtönen, mit denen man Klagen und Trauer, Dramatik und Ergebenheit
besonders wirksam ausdrücken kann. Auch der melancholische „Song of Japanese
Autumn“ von Yasuo Kuwahara und die plastisch gebrachte Komposition „Recuerdos
de la Alhambra“ von Francisco Tarrega kamen zum Abschluss als gefühlvolle,
nuancierte Stimmungsbilder.
Zwei Zugaben gab es nach viel Applaus.
(gif)
DIE
RHEINPFALZ vom 19.09.2000
BRAVURÖSER
AUFTAKT
„Zupforchester
Essingen“
} Professionell
und mit Anmut führte die mittlerweile international bekannte Mandolinistin
Denise Wambsganß als Leiterin das „Zupforchester Essingen“ durch seinen
ersten Konzertabend. Das Publikum in der gut besuchten evangelischen Kirche der
Ortsgemeinde bedachte das Instrumental-Ensemble am Sonntagabend für seinen
musikalischen Querschnitt aus drei Jahrhunderten und den Solo-Part von Manuela
Schur mit stürmischem Beifall.
Das
bisher unter den Namen Mandolinenorchester Essingen bekannte Ensemble spielte
bei seinem ersten öffentlichen Auftritt unter neuem Namen und als eigenständiger
Verein Werke von Banchieri, Sammartini, Behrend, Gossec, Tschaikowsky,
Paulsen-Bahnsen und Tarrega.
Virtuose Darbietungen
Besonderer
Hörgenuss unter den virtuosen Darbietungen des Abends waren die „Spanischen
Impressionen“ für Sologitarre und Zupforchester von Siegfried Behrend, deren
Solo-Part die 17-jährige Manuela Schur übernahm. Die grazile Denise Wambsganß
dirigierte mit Frische und Energie meisterlich das Ensemble, das als Orchester
lange schon eine Rarität darstellt. Die Instrumentalgruppe, die seit über 40
Jahren die Tradition der Zupfmusik pflegt, übertrug im Dezember letzten Jahres
unter mehreren Bewerbern die Leitung an die Diplom-Musikpädagogin und
Diplom-Musikerin im Fach Mandoline, die bei ihrem Debüt als Chorleiterin am
Sonntagabend „keinerlei Lampenfieber“ zeigte. Wambsganß: „Es hat mir Spaß
gemacht“.
Ihr
Vorgänger, Jakob Ph. Ruppel, der in die Schweiz übersiedelt und das Orchester
auf das hohe Niveau gebracht hat, freut sich über die Nachfolge in weiblicher
Hand: „Ausgezeichnet. Ich wünsche ihr und dem Team viel Glück“. Das
Publikum verließ das Gotteshaus erst nach zweimaliger Zugabe und spendierte großzügig.
(aah)
„Auftakt mit Bravour“ für Zupforchester Essingen
Riesenerfolg beim ersten Konzert unter neuem Namen
Zum
Auftakt seiner Gründung als eigenständiger Verein präsentierte sich das
Zupforchester Essingen am vergangenen Sonntag in einem Konzert in der
Evangelischen Kirche in Essingen. Einen besseren Start hätte sich das Orchester
gar nicht wünschen können, denn dieses erste Konzert unter neuem Namen wurde
zu einem Riesenerfolg für das Orchester und seine neu erworbenen Mitglieder und
zum reinen Hörgenuss für die Konzertbesucher.
In
der gut besuchten Kirche wurde ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches Programm
auf hohem musikalischem Niveau dargeboten, welches die Zuhörer zu wahren
Beifallsstürmen hinriss.
Seit
Dezember letzten Jahres steht das 18-köpfige Instrumentalensemble unter neuer
musikalischer Leitung von Denise Wambsganß. Denise Wambsganß, die ein Studium
als Diplom-Musikpädagogin und Diplom-Musikerin im Fach Mandoline abgeschlossen
hat, ist international eine gefragte Mandolinistin und gilt als Virtuosein auf
ihrem Instrument. Ihr Debüt als Dirigentin meisterte sie in diesem Konzert mit
Bravour, indem sie das Orchester professionell und sicher führte. Die
Programmauswahl bot einen musikalischen Querschnitt aus drei Jahrhunderten und
war bestens geeignet, die vielfältigen Klangmöglichkeiten eines solchen
Ensembles aufzuzeigen.
Das
Orchester schien allen Anforderungen gewachsen und zeichnete sich durch
erstaunliche Präzision und Homogenität im Zusammenspiel, musikalische
Ausdrucksstärke und enorme dynamische und rhythmische Differenziertheit aus. So
wurden zum Beispiel die subtilen Strukturen in den einzelnen Sätzen der
„Fantasie overo canzoni alla francese“ von Andriano Banchieri fein
herausgearbeitet und akzentuiert und nuanciert vorgetragen.
In
der „Sinfonia G-Dur“ von G.B. Sammartini sowie der „Symphonie VI en Quator“
von Francois-Joseph Gossec – beides Bearbeitungen für Zupforchester – wurde
einerseits mit der gebotenen Leichtigkeit und mit Anmut, andererseits energisch
zupackend und mitreißend musiziert, wobei die hohen spieltechnischen
Anforderungen vom Orchester mühelos bewältig wurden. Schwelgende Melodiebögen
im zartesten Pianissomo-Tremolo bis hin zum mächtig aufbrausenden Fortissimo
kennzeichneten die romantischen Werke „Elegie“ von Tschaikowsky und
Franciscos Tarregas „Recuerdos de la Alhambra“. Exakte rhythmische Elemente
bestimmten das zeitgenössische „Capriccio Microna“ von Ralph
Paulsen-Bahnsen.
Einen
besondern Höhepunkt im Konzert setzte Manuela Schur (Gitarre) als Solistin in
der Originalkomposition „Spanische Impressionen“ von Siegfried Behrend. Mit
souveräner technischer Brillanz und fein gegliederten musikalischer
Ausgestaltung meisterte die 17-jährige Gymnasiastin die virtuosen Anforderungen
dieses Stücks.
Das begeisterte Publikum honorierte die großartige Leistung mit minutenlangen Beifallsbekundungen und wollte das Orchester selbst nach zwei Zugaben kaum entlassen.